Holistic Awareness

körperorientierte Trauma-Arbeit


Alternative Heilmethoden - Karina Sass, Integraler Gesundheitscoach, Rügen, Putbus - Foto:bettinawistuba.de

Von der rein geistigen Erkenntnis zur ganzheitlichen Wahrnehmung: Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit. Durch Traumata kann diese Einheit gestört werden. Hier setzt Holistic Awareness als körperorientierte Trauma-Arbeit an, um unsere geistige wie körperliche Ebene wieder miteinander in Einklang zu bringen.


Inhalte und Ausgangspunkte

"Trauma" beschreibt das Erleben eines überwältigenden Ereignisses, das für den Betroffenen nur schwer bis überhaupt nicht zu verarbeiten ist. Dazu können solche Tendenzen wie z.B. ständiges Empfinden einer hohen Stressbelastung, Übererregbarkeit, Erstarrung ohne Handlungsimpuls, depressive Verstimmungen unterschiedlicher Intensität, dauernde Müdigkeit, Dissoziation verbunden mit Vitalitätsverlust – aber auch die Unfähigkeit, Dinge beenden zu können sowie “Flash-Backs” und Trägheit gehören.

 

Aus diesem defizitären Blickwinkel resultiert die Annahme, ein Trauma sei eine schwere Erkrankung. Im eigentlichen Sinne bedeutet Trauma aber weder Krankheit noch Störung. Trauma stammt vom griechischen Wort für Wunde und beschreibt eine Verletzung des Menschen, in der er in einem Gefühl des Ausgeliefertseins und der Hilflosigkeit hängen geblieben ist. Die Spur danach bleibt auch dann noch im Körper gespeichert, wenn das Ereignis längst vorüber ist.

 

Die Vitalität des traumatisierten Menschen erschöpft sich aufgrund seiner Tendenzen im Denken und Handeln in ewigen Abwehrreaktionen und in der Vermeidung von Konfrontationen mit dieser Verletzlichkeit – ein latentes Stressempfinden ist die Folge.

 

Traumata können uns einerseits von schmerzlichen Empfindungen abtrennen, uns andererseits aber auch von der Liebe und von unserem Herzen abschneiden. Wenn wir uns behutsam begleitet auf die Sprache unseres Körpers einlassen, können wir dieser Quelle wieder näherkommen.

 

Die Arbeit über den Körper erlaubt die Entwicklung von individuellen Strategien, um sich bewusst durch die schmerzhaften Erfahrungen zu navigieren und der Gefangenschaft in Vermeidungstendenzen zu entfliehen, um eine neue Offenheit und Verbundenheit zu erlangen.


Trauma & Hochsensibilität

Oft stehen Trauma und Hochsensibilität in einer engen Beziehung zueinander. Ein Trauma kann die Entwicklung der Hochsensibilität begünstigen, andersherum neigen hochsensible Menschen eher zur Traumatisierung.

 

Im Verlauf einer Begleitung durch körperbezogene Trauma-Arbeit hingegen, die die Körper- wie auch die Verstandes-Ebene mit einbezieht, wachsen sowohl Widerstandskraft als auch Flexibilität.