Achtsamkeitspraxis

Was ist Achtsamkeit? Karina Sass, Integraler Gesundheitscoach / Foto: bettinawistuba.de

Was ist Achtsamkeit?

Ein verbreiteter Irrglaube in Bezug auf Achtsamkeit ist der, dass es hierbei ausschließlich darum geht, ruhig dazusitzen und zu meditieren. Nichts könnte der Wahrheit ferner liegen. Achtsamkeit ist auch KEIN Weichspülprogramm! Ganz im Gegenteil, bei regelmäßigem Training erhöht sich nicht nur deine Widerstandskraft, sondern auch deine Konzentrationsfähigkeit. Du bekommst Klarheit über dich und deine Umwelt, wirst handlungsfähig und stressresistenter.

 

Durch die achtsame, also neutrale und beobachtende Wahrnehmung fühlst du dich weniger getrieben und hilflos ausgeliefert. Beurteilungen treten in den Hintergrund, sodass ein vernünftiges Entscheiden und Handeln möglich wird. Einhergehend mit einem höheren Einfühlungsvermögen und Mitgefühl (NICHT Mitleid!) stellt sich eine offene und wache Denkweise ein, durch die du lernst zu hinterfragen und bewusst in Frage zu stellen.

 

Die neue Denkweise verschafft dir Flexibilität und die Möglichkeit der Einflussnahme. Ängste und Vorbehalte werden systematisch abgebaut. Durch einen zunehmend klaren Geist gelingt es, Zusammenhänge neu zu vernetzen. Herausfordernde Situationen sind nun nicht länger negativ belegt, sondern können neutral und ohne Aufregung wahrgenommen und aufgelöst werden.


Wirkung der Achtsamkeitspraxis:

  • Bessere Konzentration und Aufmerksamkeit durch Verbindung der einzelnen Gehirnbereiche
  • Bessere Fokussierung und Strukturierung der Gedankenfülle
  • Weniger Schlafstörungen und gesünderer Schlaf (D.h. weniger Müdigkeit tagsüber, nachlassende innere Spannungen, Gereiztheit)
  • Erlangen von Gelassenheit sowie Gleichmut (NICHT Gleichgültigkeit!!!) und Zufriedenheit
  • Verbesserung der Leistungs- & Lernfähigkeit (Bereits nach 30 Tagen regelmässiger Achtsamkeitspraxis konnte man eine Steigerung des IQ-Wertes bei Probanden feststellen.)
  • Günstige Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System (niedrigere Pulsfrequenz, bessere Sauerstoffaufnahme, geringere Krankheitsanfälligkeit)
  • Günstige Auswirkungen auf psychische Dispositionen (besonders bei Depressionen, Phobien und ADHS)